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Baby: Unsere Eingewöhnung bei der Tagesmutter

Drei Monate vor der Geburt saßen mein Mann und ich im Büro der Kindergartenleiterin. Wir waren echt früh dran, hatten uns die KITAs in der Umgebung genau angeschaut und in eine waren wir dann auch beide total verliebt. Ein reiner Paradies für Kinder. Das Gebäude war einfach architektonisch sehr besonders. Hohe Decken, eine Gallerie – einfach wunderschön. Und das Wichtigste stimmte natürlich auch direkt: Das Konzept! Uns begeisterten die freien Räume, selbst gekochtes Essen für die Kleinen und von einer Werkbank bis zur Mini-Bücherei ist alles vorhanden gewesen. Einfach perfekt!

Doch als ich dann fast ein Jahr später anstatt der Zusage, eine Absage für unsere Tochter aus dem Briefkasten fischte, brach für mich eine kleine Welt zusammen.  Okay, es war in diesem Augenblick eigentlich das ganze Universum! ;-)

Was machen wir jetzt? Die Plätze sind alle vergeben und eine alternativ KITA gibt es zwar, doch diese wollte uns einfach nicht gefallen. Doch dann ein Lichtblick: Wir bekamen von meiner Freundin einen Kontakt. Eine Tagesmutter…

Und erlich gesagt, war eine Tagesmutter für uns nie ein Thema gewesen. Und ich kann euch nicht einmal sagen warum. Doch je mehr wir uns damit beschäftigten, sahen wir eigentlich nur die Vorteil für uns. Nach einem ersten Telefonat, war ich begeistert! Wieso sind wir da nicht schon viel eher drauf gekommen? Wieso war diese Option nicht schon eher in unseren Köpfen?

Also unterschrieben wir flott den Vertrag! Zack, wir haben eine Tagesmutter. Verrückt!

Unsere Tagesmutter hat 26 Jahre Erfahrung, wohnt bei uns um die Ecke in einem gemütlichen Holzhaus mit Garten und direkt neben dem Haus ist ein Spielplatz. Wir konnten mit ihr die Betreuungszeiten für unser Kind absolut individuell abstimmen. Wir zahlen keine Strafgebühren für’s Zuspätkommen und sie weiss ganz genau was die Kleinen gerne essen und kocht dementsprechend. Eigentlich fast schon perfekt? Jetzt musste nur noch die Eingewöhung klappen…

DIE ERSTE WOCHE
Der Tag der Eingewöhnung war für mich sehr aufregend. Im Vorfeld haben wir uns bereits viel Zeit für die Eingewöhnung eingeplant, weil wir diese sehr behutsam ablaufen lassen wollten. In den ersten zwei Wochen sind wir jeden Tag morgens um diese selbe Zeit zur Tagesmutter gefahren. Mir war wichtig, dass Hanna bereits hier eine Routine wahrnimmt.

Dort angekommen, verbrachten wir einige Stunden mit spielen und waren anders als bei den Kita-Eingewöhnungen, viel länger als nur eine Stunde dort. In dieser Woche habe ich sie nicht alleine gelassen und war immer in ihrem Sichtfeld. Und das braucht sie auch! Kurz bevor es Mittagessen gab, sind wir dann nach Hause gefahren und haben unseren Alltag wieder normal fortgeführt.

DIE ZWEITE WOCHE
In der zweiten Woche behielt ich natürlich die morgendliche Routine bei und bin weiterhin morgens um die selbe Zeit losgefahren. Dies war im übrigen auch DIE Zeit, die wir dann auch bei der endgültigen Betreuung morgens anpeilen werden. In dieser Woche habe ich versucht mich aktiv etwas rauszunehmen. Ich habe die Tagesmutter agieren lassen und mich bewusst zurück zu ziehen. Ab und an habe ich auch den Raum verlassen, bin in die Küche oder eben einfach für einige Minuten im bad geblieben. Ich habe mich nicht bewusst versteckt, sondern mich einfach frei im Haus bewegt.

Als ich jedoch ab dem 4 Tag begonnen habe ab und an raus zu gehen , kippte natürlich die Stimmung sehr schnell. Wir hatten zudem den ungünstigen Zeitpunkt, dass Hanna genau zu dieser Zeit einen fiesen Backenzahn bekommen hatte. Somit forderte sie grundsätzlich schon viel Mama-Nähe ein.


DIE DRITTE WOCHE
In dieser Woche hatte unsere Tagesmutter bedauerlicherweise Urlaub. Das wussten wir bereits im Vorfeld, doch leider hat sich hier nichts mehr schieben oder ändern lassen. In dieser Woche machten wir natürlich einen großen „Rückschritt“ und das merkten wir ganz besonders in der vierten Woche…

DIE VIERTE WOCHE
In der vierten Woche haben wir angefangen Hanna morgens direkt an der Haustür abzugeben und auf Abruf zu sein. Am ersten Tag ging das Ganze für genau 3 Stunden gut, dann mussten wir sie abholen. Ich persönlich dachte, dass wir hier wieder von vorne beginnen und alles für die Katz war. Doch am zweiten Tag war ihre Laune großartig und sie verbrachte 4 Stunden bei der Tagesmutter. ZWar weiterhin mit Tränen, aber deutlich besser als den Tag zuvor. Das steigerte sich von Tag zu Tag und neben dicken Tränen bei der Verabschiedung, hatte sie wirklich viel auch irgendwann SPAß! :)

DIE FÜNFTE WOCHE
Eigentlich war hier bereits die klassische Eingewöhnung bereits vorbei. Doch auch in dieser Woche waren wir auf Abruf und holten sie immer nach 4-5 Stunden wieder ab. Wir steigerten dies dann bis zum Meilenstein Mittagessen und am Ende der Woche dann auch bis zum Mittagsschlaf.

Für uns hat sich das Modell Tagesmutter bis jetzt wirklich sehr bewährt. Wir sind sehr flexibel, es ist eine kleine Betreuungsgruppe (ab Okt. sind es bei uns nur zwei Kinder) & die Tagesmutter kann mit dieser kleinen Gruppe sehr individuell auf die Kinder eingehen.Was mir persönlich ein sehr gutes Gefühl gibt. Jetzt, fast zwei Monate später ist Hanna wirklich sehr gerne bei der Tagesmutter. Morgens wird nicht mehr geweint, oft wird die Tagesmutter direkt mit einem lächeln begrüßt und das alles gibt mir ein wunderbares Gefühl.

 

 

1 – Regenoverall von mini-a-ture // 2. Kinderrucksack „Emil der Elefant“ von Affenzahn // 3. Trinkflasche (personalisierbar!) von holubolu //
4. Brotdose mit Zebraprint von rice // 5. Kuscheltier von Jellycat // 6. Hausschuhe von Living Kitzbühl

Wie oben schon erwähnt (und was wirklich auch sehr wichtig ist!): Ich gestalte jeden Morgen gleich! Ich packe Hanna in ihren Rucksack von Affenzahn* auch immer die selben Sachen ein und vermittele ihr auch hier wieder eine Routine. Hanna hat es zudem geholfen, dass sie genau wusste, dass sie auch Sachen mit zur Tagesmutter nimmt. Auch das packen des Rucksacks ist immer ein Zeichen dafür, dass es jetzt zur Tagesmutter geht.

Besonders schön finde ich, dass der Rucksack auch die perfekte Größe für sie hat und man diesen später einfach größer nachkaufen kann. Denn Affenzahn hat neben den „normalen“ großen Kinderrucksäcken (die sogar mit einer Sitzmatte ausgestattet sind!!!), extra Rucksäcke für die ganz Kleinen konzipiert. Und schaut euch mal die Ziehzunge an. Ist das nicht genial? Dort kann man den Namen des Kindes reinschreiben. Und was mich besonders überzeugt: Die weichen und wirklich perfekt geformten Schulterpolster! Hach, ich komme aus dem Schwärmen wirklich kaum noch raus :)

Was wir noch in den Rucksack packen? Es muss immer noch ihre Trinkflasche und an nicht so guten Tagen auch ihr Lieblingskuscheltier mit. Auch haben wir ihre Hausschuhe und Regenkleidung fest bei der Tagesmutter deponiert. Manchmal packe ich ihr auch noch etwas zu Snacken ein, wenn eben etwas vom Vortag übrig geblieben ist. Und das war’s auch schon! :)


* In freundlicher Kooperation mit Affenzahn

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